Hier habe ich erst einmal die Nüsse von den Schalen getrennt

Hier habe ich erst einmal die Nüsse von den Schalen getrennt

Ich bin im Internet, besonders bei Facebook in vielen Gruppen um mir Anregungen zu holen und auch weiter zu geben.

Das Färben mit Säurefarben ist interessant, aber ich wollte etwas Neues ausprobieren und nun sind ja die Walnüsse reif.

Bei einer Bekannten konnte ich Nüsse und Schalen sammeln. In einer Facebook-Gruppe habe ich mir Rat geholt, wie man am besten vorgeht.

Mit Handschuhen bewaffnet schritt ich also zur Tat. Nüsse und Schalen trennen. Ich dachte, dass die Ausbeute ja nun nicht so riesig wäre.

Wolle im Glas mit Walnussschalen geschichtet und mit Wasser aufgegossen.

Wolle im Glas mit Walnussschalen geschichtet und mit Wasser aufgegossen.

Die Wollstränge (Sockenwolle 4-fach) habe ich mit etwas Spülmittel und Essigessenz gewaschen und dann abwechselnd mit den Schalen in ein Glas geschichtet. Und zum Schluss noch mit Wasser aufgefüllt. Ich habe sogar nur die Hälfte der Schalen gebraucht. Man soll sie wohl auch einfach einfrieren können.

Mal schauen wie lange ich es stehen lassen muss. Ich hoffe, dass die Färbung schön unruhig und scheckig wird und nicht gleichmäßig.

Danke an Birgit für die vielen Tipps zu dem Thema!


IMG_2280

Tag 2

Tag 2: Es dunkelt schon nach, aber irgend etwas lebt in diesem Glas 🙂 Der Sud vermehrt sich und es läuft ständig über, wie man an dem Flecken rechts neben dem Glas sehen kann.


Tag 3: Langsam werde ich neugierig. Ich bereite mich auf die große Schweinerei vor. Zum Glück ist das Wetter so gut, dass ich auf der Terrasse arbeiten kann. Ich gieße die ganze Suppe in ein Sieb und nun weiß ich auch warum Färberei nicht gerade den Ruf von wohlduftend hat. Mir gelingt es die Stränge von gut von den kleinen Bröseln zu befreien. Ein Tipp war, nachdem man die Wolle aus dem Sud genommen hat, diese an der Luft trocknen zu lassen.

IMG_2291Der Farbton ist schön warm geworden. Auch ein bisschen fleckig, wie ich es gewollt habe.

Nach dem Trocknen habe ich die Stränge und noch Farbsud in eine Plastiktüte getan und 2 x 6 Minuten jeweils mit 600 Watt in der Mikrowelle im Kreis fahren lassen. Nach dem Abkühlen gab ich sie zum Ausspülen in die Waschmaschine. Damit kein Woll-Chaos entsteht packe ich sie hierfür in die Teile in denen man normal seine Bügel-BHs wäscht.  Als Weichspülerersatz nehme ich Lanolin-Lösung.

Hier nun das Endergebnis!

Die fertige Wolle!

Die fertige Wolle!

Resümee: Mit Pflanzen färben ist wesentlich aufwändiger als mit Säurefarben. Stränge mehrfarbig zu gestalten wird komplizierter. Kommt man an die Rohstoffe durch Sammeln oder es wächst bei einem eh im Garten, dann finde ich es sehr reizvoll. Ob ich das noch einmal mache? Ich denke schon, da ich noch Schalen eingefroren habe. Der Farbton ist schön geworden, aber leider nicht so unruhig wie erhofft. Jetzt lasse ich mich inspirieren und mal schauen, was ich draus stricke! Nehme auch gerne Anregungen an!

Print Friendly

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Post Navigation